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Der schnelle Draht

Konzept und Umgang

 "Demenz"

1.0 Definition "Demenz"

► Beeinträchtigung von:

  • Gedächtnisfunktionen
  • intellektuellen und kognitiven Fähigkeiten

2.0 Auswirkung einer Demenz

► Veränderungen und Störungen:

  • der Einprägeleistung des Gedächtnisses
  • der Wahrnehmung
  • des Denkens
  • der Orientierung
  • der Persönlichkeit
  • körperlicher Abbau

3.0 Unser Ziel

► für den demenziell erkrankten Menschen:

  • Weg aus der Isolation aufzeigen
  • aktivierende Maßnahmen anbieten
  • Tagesstruktur setzen
  • Richtlinien zur Orientierung bieten
  • möglichst lange, möglichst selbstständig leben in der Häuslichkeit

► für den Angehörigen:

  • an konkret durchlebten Situationen beispielhafte Hilfestellung aufzeigen im schwierigen, Geduld fordernden Umgang mit dementen Menschen

4.0 Auswahl der Mitarbeiter

► erforderlich sind:

  • Lebenserfahrung
  • Einfühlungsvermögen
  • freundliche, offene Ausstrahlung

5.0 Schulung der Mitarbeiter

► erfolgt intern durch Pflegefachkräfte mit Zusatzausbildung "Fachkraft für gerontopsychiatrische Pflege"

► vermittelt werden Inhalte wie:

  • integrative Validation nach Nicole Richards
  • Realitätsorientierungstraining
  • basale Stimulation
  • Biografiearbeit
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen

6.0 Unser Angebot

► Betreung der demenziell erkrankten Menschen
mit dem Ziel:

  • Entlastung der Angehörigen
  • Aktivierung der Betroffenen
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen

► Beratung der Angehörigen durch die Pflegefachkraft
mit Zusatzausbildung "Gerontopsychiatrie"

7.0 Umgang mit Demenzkranken

Wie erkennt man eine Demenz

  • Vernachlässigen von ehemals gern wahrgenommener Tätigkeit
  • Vernachlässigen von Sauberkeit im Haushalt
  • Vernachlässigen der eigenen Körperpflege
  • häufiges Verlegen und Suchen von Dingen
  • Unfähigkeit, kleine Alltagsprobleme zu lösen
  • Wortfindungsstörungen
  • Unfähigkeit, sich in ungewohnter Umgebung und mit ungewohnter Tätigkeit zurechtzufinden
  • depressive Zustände
  • körperlicher Abbau

Umgang mit Demenzkranken

Regeln des Umgangs

  • Bezugsperson festlegen
  • ruhige Atmosphäre
  • Orientierungshilfen geben
  • Restfähigkeiten (Ressourcen) erkennen, aktivieren und gezielt einsetzen
  • Anregen, Aktivieren (Wort, Bild, Singen, Musik, Bewegung, Tanz)
  • keine Überforderung (einfache Worte, kurze Sätze)
  • Blickkontakt herstellen
  • Körperkontakt
  • Selbstwertgefühl der Betroffenen durch Lob und Anerkennung stärken
  • wertschätzende und freundliche Handlung
  • Geduld und Zeit
  • Gefühl zulassen
  • nicht lügen (um in Ruhe gelassen zu werden)
  • authentisch bleiben

Umgang mit Demenzkranken

Validation nach Naomi Feil

  1. Validieren ⇒ lat. Valere = für gültig erklären, Gefühle anerkennen. Seine Gefühle für gültig, wahr erklären.
  2. Nach Naomi Feil haben Gefühlsäußerungen und Verhalten eine Bedeutung.
  3. Jeder alte Mensch hat Erlebnisse aus der Vergangenheit zu bewältigen. Es liegt eine Botschaft in seinem Verhalten, die es zu entschlüsseln gilt.
  4. Jahrelang unterdrückte, nicht ausgelebte Gefühle gewinnen an Intensität.
  5. Nicht erledigte Lebensaufgabe wird als Ausgangspunkt für die Demenz gesehen.

VORSICHT: Gefahr für Fehlinterpretation!

Umgang mit Demenzkranken/
Realitätsorientierte Therapie (ROT)

Nicht validierende Kommunikation / ROT hat zur Folge, dass der alte, verwirrte Mensch seine Gefühle immer deutlicher äußert.

⇒ Agression verstärkt sich und mündet in der Regression.

Validation stellt einfache Fragen:

  • Wer
  • Was
  • Wo
  • Wie

Niemals "Warum" fragen!!!

Gesagtes wiederholen!
Verhalten des Kranken spiegeln!

Naomi Feil sieht die Form der Validation als eigenständig zugewiesene Therapie am verwirrten, sehr alten Menschen.

Umgang mit Demenzkranken
Integrative Validation - Nicole Richard


Validation ⇒ Grundhaltung, nicht besondere Methoden des Umgangs

Alle Formen des täglichen Umgangs mit verwirrten alten Menschen sind begleitet von einer

  • wertschätzenden
  • freundlichen
  • zuhörenden
  • einfühlenden
  • authentischen
  • zuwendenden Grundhaltung.

Handlungen sollen in einem nachvollziehbaren Kontext geschehen.
Der Betreuer soll Kontextbegleiter sein.
Das Lebensthema eines Menschen erkennen.
Dem betroffenen Menschen sagen, wer er ist und ihm so seine Indentität geben.
Es geht nicht um Vergesslichkeit, es geht um Einprägestörungen.
Was ein Mensch mit Demenz nicht sieht, gibt es nicht ⇒ Wahrnehmungsstörung.

Umgang mit Demenzkranken/
Realitätsorientierte Therapie (ROT)

 

► vorhandene Möglichkeiten des Betroffenen nutzen und fördern

  • großer Kalender
  • strukturierter Tagesablauf, Wochenablauf
  • farblich gestaltete Flure, Türen, Zimmer
  • Tageszeitung
  • Fotos von Angehörigen, Freunden
  • Spiegel, um sich selbst zu erkennnen
  • Beschriften der Schränke

Psychobiographisches Pflegemodell nach Erwin Böhm

Reaktivierende Pflege als Reanimationsprogramm aus dem Altgedächtnisspeicher des Patienten

  • Pflegende müssen mit der regionalen Geschichts- und Wirtschaftsprägung vertraut sein.
  • Pflegende müssen den regionalen Dialekt beherrschen.
  • Pflegende müssen die regionalen Redewendungen beherrschen.

Für Erwin Böhm geschieht die entscheidende Prägung für das Verhalten und Handeln eines Menschen bis zum 25 Lebensjahr!

Folgende Daten werden aus der Biographie der Menschen erhoben:

  • wann und wo ist er geboren
  • wo hat er seine Jugend verbracht
  • die Herkunftsfamilie, Geschwister, seine Rolle in dieser Familie
  • Beruf der Prägungszeit
  • das Milieu, aus dem dieser Mensch entstammt
  • Hobbies
  • emotionale Ereignisse der Prägungszeit
  • Lebensschicksale
  • Ehe
  • Kinder

Erwin Böhm

VORSICHT:

Das Erheben biographischer Daten so wie das Abfragen wird von den Betroffenen und der Familie

meistens als unangenehme Neugier empfunden.

Persönliche Schicksale und Vorkommnisse aus dem Leben der Betroffenen nehmen wir Pflegende

nur zur Kentniss.

Diese Informationen werden nicht schriftlich festgehalten.

Investigative Datensammlung ist ein Tabu!!!


Hinweis zum Tragen von Kompressionsverbänden bzw. Kompressionsstrümpfen
 

  • Sie tragen täglich Kompressionsverbände bzw. Kompressionsstrümpfe.
  • Kompressionsverbände bzw. Kompressionsstrümpfe müssen nicht unbedingt unmittelbar nach dem Aufstehen angelegt werden.
  • Bitte nehmen Sie - wie gewohnt - Ihre Toilette vor. Lassen Sie sich Zeit.
  • Gehen Sie nach dem Anlegen der Kompression 10 Minuten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Füße von der Verse zum Vorfuß abrollen. Dadurch baut sich ein Kompressionsdruck auf.
  • Machen Sie es sich zum Ritual, abends nach dem Entfernen der Kompression die Unterschenkel zu waschen.
  • Cremen Sie die Unterschenkel nach dem Waschen ein. Verwenden Sie dafür eine 10% Urea Lotion.
  • Waschen Sie Ihre Kompressionsbinden / -Strümpfe alle 3-4 Tage aus und lassen Sie sie im Liegen trocknen.

 

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